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Heaven's Gate (1980)

Karim Marouf
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Dez 2019 07 20:34

Heaven's Gate (1980)

Beitrag von Karim Marouf

Trailer:


Heaven’s Gate ist ein US-amerikanischer Spätwestern von Michael Cimino aus dem Jahr 1980. Die Handlung spielt um 1890 im US-Bundesstaat Wyoming. Hintergrund ist der historische Johnson County War, in dem amerikanische Großfarmer versuchten, osteuropäische Einwanderer zu vertreiben.

Das ambitionierte Geschichtsepos, dessen Produktionskosten während des Drehs explodierten und es zu einem der bis dahin teuersten Filme überhaupt machten, wurde von der Kritik verrissen und vor allem kommerziell zu einem der größten Flops der Kinogeschichte. Erst später erfuhr der Film – vor allem in Europa – eine gewisse Würdigung.

Handlung

Im Prolog des Films machen die beiden jungen Männer Jim Averill und William C. „Billy“ Irvine im Jahr 1870 ihren Abschluss an der Harvard University. Während der ausgelassenen Feierlichkeiten der Absolventen kommen sich Averill und eine junge schöne Frau näher.

20 Jahre später ist Averill Sheriff von Johnson County, wo der Kampf zwischen den einheimischen Rinderbaronen und armen europäischen Einwanderern tobt. Seinen Idealismus der Studienzeit scheint er längst verloren zu haben. An die damalige Begegnung mit der jungen Frau erinnert ein gemeinsames Foto der beiden. Averill trifft seinen alten Studienfreund Billy Irvine wieder, der nun Mitglied der einflussreichen Ranchervereinigung Wyoming Stock Growers Association ist. Im betrunkenen Zustand erzählt dieser Averill von der Existenz einer Todesliste mit 125 Namen. Dabei handelt es sich um arme Einwanderer, die den Großgrundbesitzern wegen wiederholter Fälle von Viehdiebstahl ein Dorn im Auge sind und deshalb zur Ermordung freigegeben sind. Mit Billigung des Gouverneurs und auf Anweisung des Vorstands der Ranchervereinigung, Frank Canton, sollen Auftragskiller aus Texas die Morde durchführen.

Ella Watson, Chefin eines Bordells, steht ebenfalls auf der Todesliste, weil sie neben Geld auch Vieh als Zahlungsmittel für ihre Dienstleistung akzeptiert. Sie sympathisiert mit den Einwanderern und ist zudem hin und her gerissen zwischen zwei Männern: dem Sheriff Averill und Nathan Champion, einem Scharfschützen in Diensten der Viehbesitzer. Averill gelingt es, in den Besitz der Todesliste zu kommen und die eingewanderten Siedler zu warnen. Währenddessen trifft Cantons Mörderbande ein; Männer dringen in Ellas Bordell ein und vergewaltigen sie. Averill erschießt die Vergewaltiger. Als Champion erfährt, was Ella angetan wurde, wechselt er die Seiten und stellt sich gegen seinen ehemaligen Chef Canton. Nur kurze Zeit später wird Champion in einem Schusswechsel getötet. Schließlich führt Averill die Siedler in das Feuergefecht gegen Cantons Männer. Es gibt hohe Verluste auf beiden Seiten, unter anderem stirbt auf Seiten der Viehbesitzer auch Billy Irvine. Erst das Eintreffen der US Army beendet den blutigen Kampf. Als später Averill und Ella die Gegend verlassen wollen, geraten sie in einen von Canton inszenierten Hinterhalt. Ella stirbt in Averills Armen, aber auch Canton wird getötet.

In einem Epilog sieht man Averill im Jahr 1903 auf seiner Yacht in Newport. Er ist offensichtlich wohlhabend und wieder mit seiner ehemaligen Jugendliebe aus Harvard zusammen, jedoch wirkt er unglücklich.

Filmdaten
  • Deutscher Titel, Kino-Veröffentlichung:
    Heaven’s Gate,
    TV-Veröffentlichungen:
    Das Tor zum Himmel,
    Heaven’s Gate – Das Tor zum Himmel
  • Originaltitel: Heaven’s Gate
  • Produktionsland: USA
  • Originalsprache: Englisch
  • Erscheinungsjahr: 1980
  • Länge: 217 (restaurierte BD-Fassung von 2012)

    219 (alte DVD-Fassung mit Intermission)
    149 (Recut) Minuten
  • Altersfreigabe: FSK 16
Stab
  • Regie: Michael Cimino
  • Drehbuch: Michael Cimino
  • Produktion: Joann Carelli
  • Musik: David Mansfield
  • Kamera: Vilmos Zsigmond
  • Schnitt Lisa Fruchtman
    Gerald B. Greenberg
    William H. Reynolds
    Tom Rolf
Besetzung
  • Kris Kristofferson: James Averill
  • Christopher Walken: Nathan D. Champion
  • John Hurt: Billy Irvine
  • Isabelle Huppert: Ella Watson
  • Sam Waterston: Frank Canton
  • Brad Dourif: Mr. Eggleston
  • Joseph Cotten: Universitätsredner
  • Jeff Bridges: John L. Bridges
  • Mickey Rourke: Nick Ray
  • Terry O’Quinn: Capt. Minardi
  • Richard Masur: Cully
  • Geoffrey Lewis: Trapper Fred
Quelle: Wiki
-> vollständiger Wiki-Artikel


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Nov 2021 24 19:37

Re: Heaven's Gate (1980)

Beitrag von Retro

Der Film ist so etwas wie eine Art "Hassliebe" für mich. Inhaltlich interessant, perfekt besetzt, optisch toll- aber...
Seit ich einen Bericht zum Film gelesen habe, in dem beschrieben wurde wie hier so manche Szene mit Pferden gedreht wurde,
will ich den Film einfach nicht noch ein mal sehen. Die besagten Szenen sehen nur so gut und echt aus, weil sie es wirklich sind...
Für diesen Film wurden Pferde gesprengt, gequält, und in den Tod gehetzt. :dauemnrunter:

Auch zu Heaven's Gate hatte ich vor vielen Jahren schon ein Review geschrieben- bevor ich das mit den Pferden wusste:

HEAVEN'S GATE - DAS TOR ZUM HIMMEL

hg.jpg

Montana, Ende des 19. Jahrhunderts. Ein weites Land, aber nach Meinung einiger mächtigen Viehzüchter nicht weit genug für alle...
Mit allen mitteln versuchen sie, Einwanderer aus Osteuropa zu vertreiben, es werden sogar Todeslisten an Revolverhelden ausgegeben.
Die Viehbarone bezahlen für den Kampf gegen die unerwünschten Einwanderer auch Kopfgeldjäger,
von denen Nathan Champion (Christopher Walken) zunächst besonders skrupellos heraussticht.
Der einzige, der den Einwanderern zur Seite steht und Verständnis zeigt,
ist der Staatsanwalt James Averill (Kris Kristofferson), der damit den Zorn der Viehzüchter auf sich zieht.
Die beiden Männer kämpfen nicht nur auf gegnerischen Seiten, sondern auch um die Gunst der Bordellbesitzerin Ella (Isabell Huppert),
welche den mächtigen im Land ebenfalls ein Dorn im Auge ist- und auf der Todesliste steht.
Die Rivalität zwischen den Männern wird zu Hass, der nur noch Gewalt kennt-
und in einer langen, blutigen Schlacht zwischen den Parteien endet- bei der am Ende alle etwas verlieren...

Ein hochkarätig besetzter, aufwendig gefilmter Spätwestern von Michael Cimino, mit
Kris Kristofferson, Christopher Walken, John Hurt, Brad Dourif, Isabelle Huppert, Joseph Cotten, Jeff Bridges, Mickey Rourke...
Der Film basiert auf wahren Begebenheiten, dem sogenannten „Johnson County War“ von 1892.
Heaven's Gate ist alles andere als ein klassischer Western, obwohl er doch das typische Westernklischee enthält:
Den einsamen Helden, der alleine für das Gesetz kämpft. Ansonsten aber ist hier ziemlich alles untypisch:
Das Thema des Films ist Fremdenhass, Anzeichen einer Modernen Gesellschaft halten Einzug (Rollschuhbahn, komfortable Kutschen...),
die Figuren laufen größtenteils in edlen, teuren Anzügen herum, der klassische dreckige Cowboy kommt hier nicht vor.
Der Film hebt sich nicht nur thematisch, sondern auch optisch vom typisch amerikanischen Western ab-
obwohl er in den USA gedreht wurde.
Als Zuschauer muss man sich im klaren sein, dass dieser Film über 200 Minuten lang eine Geschichte erzählt-
und nicht auf Schiessereien und Action ausgelegt ist- erst im letzten drittel geht es recht brutal zur Sache,
hier gibt's dann packend inszenierte und brutale Gefechte.
Heaven's Gate schrieb Filmgeschichte- im negativen Sinn.
Regisseur Cimino zeigte hier den Mut, in den USA einen Film zu drehen, der zeigte wie es wirklich war:
Die Amerikaner sind und waren nicht die Helden, in denen sie sich selbst in ihren Western gerne darstellten,
all der Rassismus und Hass den es auch im wirklichen Leben schon immer gab, wird hier gezeigt.
Dementsprechend floppte der Film vor allem in den USA an den Kinokassen
(Er kostete 50 Millionen Dollar, spielte aber nur einen Bruchteil davon wieder ein),
kassierte dort beinahe nur negative Kritiken und stürzte die Produktionsfirma United Artists in den Ruin-
diese wurde daraufhin von MGM aufgekauft.

9/10

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