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Opel Kadett D (1979-1984)

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Mai 2020 09 10:09

Opel Kadett D (1979-1984)

Der Opel Kadett D ist ein Fahrzeugmodell der Kompaktklasse der Adam Opel AG und wurde von August 1979 bis Juli 1984 gebaut. Er ist Nachfolger des Kadett C und dessen GM-T Plattform von 1973. Mit diesem Modell auf der GM-T Plattform von 1979 wurde ein Antriebskonzept mit quer eingebautem Motor und Frontantrieb eingeführt.

Der Kadett D war für Opel aus wirtschaftlicher Sicht eines der wichtigsten Modelle dieser Zeit und kam dem in dieser Klasse sehr erfolgreichen VW Golf in den Verkaufszahlen näher.

Ab August 1984 wurde er vom Nachfolger Opel Kadett E abgelöst.





Mit dem Kadett D wurde von Opel erstmals ein Wagen mit Frontantrieb angeboten. Der Motor lag quer zur Fahrtrichtung und trieb über eine verblockte Getriebe-Differential-Einheit die Vorderräder an.

Der Kadett D wurde in drei Karosserieformen angeboten:
  • Schrägheck mit kleiner Heckklappe (zwei bzw. vier Türen) oder großer Heckklappe (drei bzw. fünf Türen)
  • Kombi (Caravan) mit drei oder fünf Türen
  • Lieferwagen mit drei Türen und ohne hintere Seitenfenster (ab September 1983)
Eine Besonderheit war, dass die Schrägheckmodelle mit zwei verschiedenen Heckklappenvarianten erhältlich waren: Standard war eine kleine Kofferraumklappe, die an zwei außenliegenden Scharnieren unterhalb der Heckscheibe erkennbar war. Gegen Aufpreis gab es eine Heckklappe, die konventionell unterhalb des Dachs angeschlagen war und eine integrierte größere Heckscheibe besaß. Diese Modellvariante wurde weitaus häufiger verkauft.

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Foto vom Facebook-User Daniel Seibert

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Foto vom Facebook-User Daniel Seibert

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Foto vom Facebook-User Daniel Seibert

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Foto vom Facebook-User Daniel Seibert


Ausstattungsvarianten:

Der Opel Kadett D wurde in folgenden Ausstattungsvarianten angeboten:

Limousine
  • Kadett (Standard)
  • Kadett Luxus (bis 8/81 ohne Luxus-Schriftzug)
  • Kadett Berlina
  • Kadett SR
  • Kadett GTE (ab 3/83)
Kombi
  • Kadett Caravan (Standard)
  • Kadett Caravan Luxus (bis 8/81 ohne Luxus-Schriftzug)
  • Kadett Voyage (ab 3/80)
  • Kadett Voyage Berlina (ab 3/80, nur fünftürig)
Sondermodelle
Kadett Pirsch (ab 9/81 als geländefähiger Gebrauchskombi)
Kadett J (ab 10/81, ab 9/83 auch als Diesel und als Caravan)
Kadett GLS (ab 9/83, auch als fünftüriger Caravan)
Kadett Corsa (gab es nur in den Farben Schwarz, Rot und Braun), verziert war dieser mit goldenen Seitenstreifen und dem Schriftzug Corsa. Dieser wurde nur so lange verkauft, bis Opel das kleinere Modell Corsa A auf den Markt brachte. Die Stückzahl war auf 5000 Wagen begrenzt.

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Foto vom Facebook-User Daniel Seibert

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Foto vom Facebook-User Daniel Seibert

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Foto vom Facebook-User Daniel Seibert

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Foto vom Facebook-User Daniel Seibert





Kadett SR

Der Kadett SR war nur mit den Motoren 1,3S und 1,6S lieferbar. Die Karosserie war im unteren Bereich rundum bis zur Höhe der Stoßstangen mit mattschwarzer Folie versehen. Weiterhin waren ebenfalls schwarze Kotflügelverbreiterungen, Frontspoiler, Leichtmetallfelgen sowie ab 9/81 Seitenschwellerleisten verbaut. Ab etwa April 1983 waren die Alufelgen aufpreispflichtig, serienmäßig waren fortan 14"-Stahlsportfelgen.

Im Innenraum unterschied sich die SR-Ausstattung durch Sportsitze von Recaro und Zusatzinstrumente im Kombiinstrument von den anderen Ausstattungsvarianten. Alle SR-Modelle bis zum Modelljahr 1981 besaßen die Türverkleidungen der Standardversion. Ab Modelljahr 1982 wurden diese im Rahmen der größeren Modellpflege durch die nun nach unten vergrößerten Türverkleidungen des Modells „Luxus“ ersetzt.

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Foto: Spanish Coches, Lizenz: CC BY 2.0


Der SR wurde meist als Dreitürer geliefert, es gab ihn aber bis August 1981 auch als Zweitürer mit kleinem Kofferraumdeckel und ab September 1982 auch als Fünftürer. Die 1,3S Motoren mit 55 kW/75 PS hatten allerdings eine notorische Motorschwäche. Regelmäßig waren Defekte vor allem an den Nockenwellen festzustellen. Dieses Problem (unzureichende Härtung) trat in den ersten Baujahren auch am 1.3N auf, wurde jedoch im Rahmen von Überarbeitungsmaßnahmen schnell beseitigt, zudem konnten betroffene Besitzer auf Kulanz von Opel hoffen.


Kadett GTE

Anfang 1983 wurde der Kadett GTE mit dem 85 kW (115 PS) starken Motor vorgestellt. Dessen 1,8 Liter-Einspritzmotor gehörte zur neuen OHC-Motorengeneration mit Leichtmetall-Zylinderkopf und hydraulischem Ventilspielausgleich, der auf neuen Fertigungslinien des Komponentenwerkes Kaiserslautern entstand.

Die GTE-Variante unterschied sich äußerlich durch in Wagenfarbe lackierte Verbreiterungen, Seitenschwellerleisten, Frontspoiler und Außenspiegel, einer schwarzen Folie rund um die Heckscheibe, weißen Blinkerleuchten sowie die silberfarbigen Leichtmetallräder des ein Jahr zuvor erschienenen Ascona C SR vom Kadett SR.

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KAdett007aa.jpg (20.54 KiB) 486 mal betrachtet
Foto: Dickschiffuser, Lizenz: CC BY-SA 2.0 DE


Der GTE wurde nur etwas länger als ein Jahr produziert. Es wurden ca. 36.300 Stück im Werk Bochum und im Werk Antwerpen (Belgien) produziert, davon etwa zwei Drittel als Linkslenker.

Der Innenraum des der GTE war mit Sportsitzen von Recaro in grauem Feinvelour, einem Sportlenkrad mit GTE-Emblem auf dem Hupenknopf und zusätzlichen Anzeigen im Kombiinstrument ausgestattet. Weiterhin war ausschließlich dem GTE ein Tacho mit einer Skala bis 220 km/h vorbehalten. Bei allen anderen Modellen reichte die Tachoskala bis 200 km/h.

Der Kadett GTE hatte weiterhin einen Lenkungsdämpfer, eine tiefergelegte Karosserie, Gasdruckdämpfer und innenbelüftete Scheibenbremsen vorne. Er wurde wie der SR-Modelle drei- und fünftürig angeboten.

Als Kunde konnte man zwischen den Farben Polarweiß, Karminrot, Silber, und Schwarz wählen, während allen anderen Modellen die komplette Farbpalette zur Verfügung stand. Bei weißer Lackierung waren die Stoßstangen aus weißem Kunststoff und die Leichtmetallfelgen in Wagenfarbe lackiert. Alle anderen GTE-Modelle hatten schwarze Stoßstangen und silberne Leichtmetallfelgen.

Der Kadett D GTE ist wegen seiner Rostanfälligkeit und der Tuning-Orgien der 1980er und 1990er Jahre heute nur noch sehr selten in gutem und originalem Zustand zu finden. Gut erhaltene GTE mit der Zustandsnote 1–2 werden überaus selten angeboten und weitaus höher gehandelt, als es Youngtimer-Bewertungslisten vorgeben.



Allgemeines
Die verbauten Motoren des Kadett D waren neu entwickelt und kamen bereits ab Februar 1979 im Ascona B zum Einsatz. Mit Leichtmetall-Querstromzylinderkopf und obenliegender Nockenwelle (OHC) erreichten sie den Anschluss zum damaligen technischen Standard im Pkw-Motorenbau. Das Resultat dieser beiden Technologiesprünge waren Verkaufszahlen, die denen des VW Golf näherkamen, der mit diesem Konzept schon seit 1974 auf dem Markt war.

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Foto vom Facebook-User Daniel Seibert

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Foto vom Facebook-User Daniel Seibert


Einen Kadett D mit dem neuen OHC-Motor gab es ab Mai 1981 auf Wunsch auch mit 3-Gang-Automatikgetriebe. Für den Diesel war das automatische Getriebe ab September 1982 lieferbar.

Benzinmotoren
Der Opel Kadett D wurde mit folgenden Motoren angeboten:

1.0 N, 29 kW/40 PS (OHV) bis 8/81, sehr geringe Produktionszahl (10 Stück)
1.0 S, 37 kW/50 PS (OHV) bis 8/81, nur für den Export, z. B. nach Italien
1.2 N, 39 kW/53 PS (OHV) bis 8/82
1.2 S, 44 kW/60 PS (OHV) ab 11/79
1.2 S, 40 kW/55 PS (OHC) ab 1982, geringe Stückzahl
1.3 N, 44 kW/60 PS (OHC) Serie für Voyage und Voyage Berlina
1.3 S, 55 kW/75 PS (OHC) Serie für SR
1.6 S, 66 kW/90 PS (OHC) ab 8/81, nicht für Kadett Pirsch
1.8 E, 85 kW/115 PS (OHC) nur für GTE

Dieselmotor
1,6 Liter Hubraum, 40 kW/54 PS (1,6D OHC) ab 2/82, nicht für „Pirsch“ und SR. Dieser Wirbelkammermotor wurde aus dem Ottomotor 1,6 S entwickelt.



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