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... Jahr 2022 ... die überleben wollen (1973)

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Karim Marouf
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Nov 2019 24 15:15

... Jahr 2022 ... die überleben wollen (1973)

… Jahr 2022 … die überleben wollen (Originaltitel: Soylent Green) ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1973 unter der Regie von Richard Fleischer. Charlton Heston spielt einen Polizisten in New York im Jahr 2022, der einem ungeheuerlichen Geheimnis auf die Spur kommt. Für Edward G. Robinson (1893–1973), der die Rolle des Solomon („Sol“) Roth übernahm, sollte es seine letzte Filmrolle werden.

Mögliche Folgen exzessiver Nutzung endlicher Ressourcen, Umweltverschmutzung und Überbevölkerung werden in einem Zukunftsszenario thematisiert. Der Film erschien ein Jahr nach dem Bericht Die Grenzen des Wachstums des Club of Rome und gehört somit zu den ersten Ökodystopien. Die Vorlage lieferte das Buch New York 1999 von Harry Harrison.



Handlung

Es ist das Jahr 2022. In New York City leben 40 Millionen Menschen. Es mangelt an Wasser, Nahrung und Wohnraum. Lediglich einige Politiker und reiche Bürger können sich sauberes Wasser und natürliche Lebensmittel zu horrenden Preisen leisten. Zu den Wohnungen der Wohlhabenden gehören in der Regel Konkubinen (zum Inventar gehörendes „Hauseigentum“), die dem Mieter als Sklavinnen dienen. Inmitten dieses Chaos führen der Polizist Robert Thorn und sein älterer Mitbewohner Sol Roth ein trostloses Dasein. Roth kennt noch die Welt mit Tieren und richtiger Nahrung: Gemüse und Fleisch statt „Soylent Rot“ und „Soylent Gelb“. Roth recherchiert für Thorn als sogenanntes „Polizeibuch“. Auflockerung findet ihr tristes Leben allein durch die Dinge, die Thorn immer wieder aus den Wohnungen reicher Leute mitgehen lässt.

Thorn wird angewiesen, den Mord an dem wohlhabenden und einflussreichen William R. Simonson zu untersuchen. Er entdeckt schnell, dass dieser Opfer eines gezielten Mordanschlags wurde. Währenddessen bringt Sol in Erfahrung, dass Simonson für die Firma Soylent arbeitete.

Dieses Unternehmen – der Name ist eine Kombination aus Soy (Soja) und Lent(il) (Linse) – kontrolliert die Lebensmittelversorgung der halben Welt und vertreibt die künstlich hergestellten Nahrungsmittel „Soylent Rot“ und „Soylent Gelb“. Das neueste Produkt ist das weitaus schmack- und nahrhaftere „Soylent Grün“, ein Konzentrat in Form grüner quadratischer Täfelchen, das angeblich aus Plankton hergestellt wird und reißenden Absatz findet. Infolge von Lieferengpässen am „Soylent-Grün-Tag“ Dienstag kommt es regelmäßig zu Ausschreitungen der hungrigen Massen. Dem begegnet die Polizei mit schweren Schaufelladern und Containern; die Demonstranten werden brutal von der Straße entfernt.

Mit Hilfe der Konkubine Shirl, mit der Thorn eine Affäre beginnt, führen die Ermittlungen vom toten Simonson zu einem Priester. Der Ermordete hatte ihm kurz zuvor noch gebeichtet und ihn so in ein Geheimnis eingeweiht. Auf Nachfrage kann der Priester aber nur Andeutungen über eine „grausame Wahrheit“ von sich geben. Kurz darauf wird auch der Priester ermordet. Auf Befehl des Gouverneurs wird Thorn informell angewiesen, die Ermittlungen einzustellen. Doch Thorn weigert sich, die daraus folgende Verantwortung zu übernehmen, und setzt die Nachforschungen fort. An einem „Soylent-Grün-Tag“ wird auf ihn ein Anschlag verübt, der Attentäter verfehlt ihn jedoch und kommt selbst um.

Sol bringt die zwei Bände ozeanographische Berichte, die Thorn aus Simonsons Wohnung nach dessen Tod mitgenommen hatte, zum Informationszentrum (the Exchange), damit sie untersucht werden. Dort bekommt er von den anwesenden hier arbeitenden „Polizeibüchern“ die Bestätigung seiner (weiterhin unausgesprochenen) von ihm entdeckten, fürchterlichen Wahrheit, für die aber noch der letzte Beweis fehlt. Sol will nach seiner Entdeckung nicht mehr weiterleben, schreibt Thorn eine Nachricht und geht in die öffentliche Tötungsanstalt, um sich „einschläfern“ zu lassen.

Thorn findet sie und eilt ihm nach. Der sterbende Sol kann kurz vor seinem Tod noch alles erzählen und bittet ihn, es zu beweisen und mit Hilfe des Informationszentrums ans Licht zu bringen. Thorn folgt dann dem Abtransport der dortigen Leichensäcke bis zur Müllverwertungsanlage. Nachdem er in die Maschinerie eingedrungen ist, in der die Leichen entsorgt werden, entdeckt er, dass diese Anlage am anderen Ende „Soylent Grün“ ausgibt. Dies ist der Beweis, dass das Produkt aus Menschenfleisch hergestellt wird und dass Simonson von der Firma ermordet wurde, weil er dies wusste und befürchtet wurde, dass er darüber reden würde. Er wird bemerkt, kann jedoch schwer verletzt entkommen. Als er von Notärzten versorgt wird, nimmt Thorn seinem Chief Hatcher das Versprechen ab, die Wahrheit zu verbreiten und ein Verfahren gegen die Firma einzuleiten. Auf dem Weg ins Krankenhaus schreit Thorn den Leuten um ihn herum die grausame Wahrheit zu: „Soylent Grün ist Menschenfleisch!“ („Soylent Green is people!“).

Kritiken

„Science-Fiction-Film, der seine Geschichte in der Art eines spannenden Kriminalfalles erzählt. Einer der frühesten ökologischen Thriller.“

– Lexikon des internationalen Films

„Wer möchte, der kann in diesem Film einen spannenden Krimi sehen. Mittels brutal-nachhallender Szenen verdeutlicht der Regisseur jedoch eine weitaus tiefere Wahrheit […] Soylent-Green muss also als eine Metapher gefasst werden. Es ist das radikale Bild des sich selbst verzehrenden Wahnsinns kapitalistischer Produktionsweise. Die notwendigen Folgen der Verdinglichung von ‚Menschenmaterial‘ bis hin zur Selbst-Vernichtung werden dem Zuschauer eindrücklich vor Augen geführt.“

– Lexikon der britischen und amerikanischen Spielfilme in den Fernsehprogrammen der Bundesrepublik Deutschland 1954 bis 1985

Literarische Vorlage

Im Roman New York 1999 von Harry Harrison, erschienen 1966, wird ein dubioser Superreicher eher zufällig bei einem Einbruch ermordet. Ein Polizist lernt daraufhin im Zuge seiner Ermittlungen die Welt der Superreichen kennen. Diese leisten sich nicht nur Konkubinen, sondern auch echtes Fleisch. Das Komplott zur massenhaften Verarbeitung von Menschen in Nahrungsmittel zur Versorgung der gesamten Bevölkerung existiert im Buch nicht. Es enthält aber vergleichbare Schilderungen zu den katastrophalen und höchst ungerechten Lebensverhältnissen. Der Roman endet mit einem resignierenden Polizisten.

Der Romanautor war mit dem Film nicht zufrieden. Er meinte, die Einführung des allgemeinen Kannibalismus in die Geschichte würde diese boulevardisieren und das Niveau senken. Sein Hauptziel sei dagegen gewesen, zu zeigen, wie pervers die Welt der Superreichen in der Zukunft sein würde.

Rezeption

Es gibt in zahlreichen Filmen, Computerspielen und in der Popmusik Anspielungen auf den Film und seine Vorstellung eines industriell gefertigten Nahrungsmittels aus Menschenfleisch.
  • Soilent Grün nannte sich eine 1980 gegründete Berliner Punk-Band. Sie gilt als Vorgängerband der Ärzte. Der Track Soylent Green des Musikprojekts Wumpscut wurde 1993 zu einem Hit der Schwarzen Szene. Er enthält einige Samples aus der deutschen Synchronfassung („Soylent grün ist Menschenfleisch!“). Die Sludge-Band Soilent Green spielt ebenfalls auf den Film an (auch wenn sie den Titel eher mit Marihuanakonsum assoziieren). Das Lied Bondage People auf dem Album Bodega Bohemia der Band Camouflage erzählt die Geschichte des Films. Das erste Album der Metal-Band Pandea von Mario Le Mole und anderen setzt sich mit dem Film auseinander.
  • Auch mehrere Folgen der Fernsehserien Futurama („Soylent-Cola“ und „Soylent Green“ als Hauptzutat im „Kochduell“) und Die Simpsons enthalten parodistische Anspielungen auf Soylent Green. In der Fernsehserie Millennium wird für Frank Blacks PC das Passwort „Soylent Green is people“ verwendet. Auch in der Fernsehserie Auf schlimmer und ewig (Originaltitel Unhappily Ever After) wird der Satz „Soylent Green ist Menschenfleisch!“ vom Sohn Ross benutzt.
  • Im Computerspiel Command & Conquer: Alarmstufe Rot 2 – Yuris Rache kann man die Zivilisten in der zweiten Mission der Alliierten-Kampagne „Soylent Green für Yuri“ sagen hören. Yuri benutzt in dieser Mission die Zivilisten, um Ressourcen aus ihnen zu gewinnen.
  • Im Film Cloud Atlas und dessen Romanvorlage kulminiert eine der sechs Episoden in dem Ausruf „Soylent Green ist Menschenfleisch“.
  • Das American Film Institute wählte das Filmzitat „Soylent Green ist Menschenfleisch“ („Soylent Green is people!“) auf Platz 77 der besten Filmzitate des amerikanischen Films.
  • In dem Playstation 1 Spiel Xenogears von 1998 gibt es eine etwa 3 minütige Sequenz auf einer Raumstation namens „Soylent System“. Dort bekommt der Hauptcharakter in einer Fabrikationsanlage zu sehen wie „Soylent Green“ aus Menschenfleisch hergestellt wird. (Das Spiel ist ausschließlich in den USA und Japan erschienen)
Filmdaten
  • Deutscher Titel: … Jahr 2022 … die überleben wollen
  • Originaltitel: Soylent Green
  • Produktionsland: Vereinigte Staaten
  • Originalsprache: Englisch
  • Erscheinungsjahr: 1973
  • Länge: 97 Minuten
  • Altersfreigabe: FSK 16
Stab
  • Regie: Richard Fleischer
  • Drehbuch: Stanley R. Greenberg
  • Produktion: Walter Seltzer,
    Russell Thacher
  • Musik: Fred Myrow
  • Kamera: Richard H. Kline
  • Schnitt: Samuel E. Beetley
  • Besetzung

    Charlton Heston: Detective Robert Thorn
    Edward G. Robinson: Sol Roth
    Leigh Taylor-Young: Shirl
    Chuck Connors: Tab Fielding
    Joseph Cotten: William R. Simonson
    Brock Peters: Lt. Hatcher, Chief der Detectives
    Paula Kelly: Martha Phillips
    Stephen Young: Gilbert
    Mike Henry: Mr. Kulozik
    Lincoln Kilpatrick: Pater Paul, der Priester
    Roy Jenson: Mr. Donovan
    Leonard Stone: Charles
    Whit Bissell: Gouverneur Santini
    Dick Van Patten: Türhüter 1
    Cyril Delevanti: Buch Nr. 4
Quelle: Wiki
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Nov 2019 25 17:45

Re: ... Jahr 2022 ... die überleben wollen (1973)

Keiner der Filme die du reingestellt hast kenne ich. :schaemen:

Ich glaube zu dieser Zeit habe ich doch nicht so viel TV geschaut wie ich immer dachte. mrgreen
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Allen ist das Denken erlaubt,doch vielen bleibt es erspart

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